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In der Krise Stärke gewinnen, inmitten der industriellen Umstrukturierung nach neuen Werten suchen

In den letzten Jahren erlebte die Titandioxid-Industrie (TiO₂) eine Phase massiver Kapazitätserweiterungen. Mit dem sprunghaften Anstieg des Angebots fielen die Preise von Rekordhochs rapide und stürzten die Branche in eine beispiellose Krise. Steigende Kosten, schwache Nachfrage und verschärfter Wettbewerb führten zu Verlusten für viele Unternehmen. Doch inmitten dieses Abschwungs beschreiten einige Firmen neue Wege durch Fusionen und Übernahmen, technologische Modernisierungen und globale Expansion. Aus unserer Sicht ist die aktuelle Marktschwäche keine bloße Schwankung, sondern das Ergebnis zyklischer und struktureller Faktoren.

Die Folgen des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage

Aufgrund hoher Kosten und einer schwachen Nachfrage mussten mehrere börsennotierte TiO₂-Produzenten einen drastischen Gewinnrückgang hinnehmen.

Jinpu Titanium beispielsweise verzeichnete drei Jahre in Folge (2022–2024) Verluste von insgesamt über 500 Millionen RMB. Im ersten Halbjahr 2025 blieb der Nettogewinn mit -186 Millionen RMB negativ.

Branchenanalysten sind sich im Allgemeinen einig, dass die wichtigsten Faktoren für die Bodenbildung der Preise folgende sind:

Heftiger Kapazitätsausbau, steigender Angebotsdruck;

Schwache globale Wirtschaftserholung und begrenztes Nachfragewachstum;

Verschärfter Preiswettbewerb schmälert die Gewinnmargen.

Seit August 2025 zeigt der Markt jedoch Anzeichen einer kurzfristigen Erholung. Steigende Schwefelsäurepreise bei den Rohstoffen, gepaart mit einem aktiven Lagerabbau der Hersteller, haben eine Welle kollektiver Preiserhöhungen ausgelöst – die erste größere Erhöhung des Jahres. Diese Preiskorrektur spiegelt nicht nur den Kostendruck wider, sondern signalisiert auch eine leichte Verbesserung der Nachfrage in nachgelagerten Produkten.

Fusionen und Integration: Führende Unternehmen suchen nach bahnbrechenden Lösungen

In diesem turbulenten Zyklus steigern führende Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch vertikale Integration und horizontale Konsolidierung.

Huiyun Titanium hat beispielsweise innerhalb eines Jahres mehrere Übernahmen abgeschlossen:

Im September 2025 erwarb das Unternehmen eine 35%ige Beteiligung an Guangxi Detian Chemical und erweiterte damit seine Rutil-TiO₂-Kapazitäten.

Im Juli 2024 erhielt das Unternehmen die Explorationsrechte für die Vanadium-Titan-Magnetitmine im Kreis Qinghe, Xinjiang, und sicherte sich damit vorgelagerte Ressourcen.

Später erwarb das Unternehmen eine 70%ige Beteiligung an Guangnan Chenxiang Mining und stärkte damit seine Ressourcenkontrolle weiter.

Die Lomon Billions Group baut ihre industriellen Synergien durch Fusionen und globale Expansion weiter aus – von der Übernahme von Sichuan Longmang und Yunnan Xinli bis hin zur Kontrolle von Orient Zirconium. Die jüngste Akquisition der britischen Vermögenswerte von Venator markiert einen strategischen Schritt hin zu einem Wachstumsmodell, das auf Titan und Zirkonium basiert. Diese Maßnahmen erweitern nicht nur Umfang und Kapazität, sondern fördern auch Durchbrüche bei High-End-Produkten und der Chlorid-Prozesstechnologie.

Auf Kapitalebene hat sich die Branchenkonsolidierung von expansionsgetrieben zu integrations- und qualitätsgetrieben verlagert. Die Vertiefung der vertikalen Integration ist zu einer Schlüsselstrategie geworden, um zyklische Risiken zu mindern und die Preissetzungsmacht zu verbessern.

Transformation: Von der Skalenerweiterung zur Wertschöpfung

Nach jahrelangem Kapazitätswettbewerb verlagert sich der Fokus der TiO₂-Industrie von der Skalierung hin zur Wertschöpfung. Führende Unternehmen verfolgen neue Wachstumsstrategien durch technologische Innovation und Internationalisierung.

Technologische Innovation: Die heimischen TiO₂-Produktionstechnologien sind ausgereift, wodurch sich die Lücke zu ausländischen Herstellern verringert und die Produktdifferenzierung reduziert wird.

Kostenoptimierung: Der harte interne Wettbewerb hat Unternehmen gezwungen, die Kosten durch Innovationen wie vereinfachte Verpackungen, kontinuierliche Säurezersetzung, MVR-Konzentration und Abwärmenutzung zu kontrollieren – was die Energie- und Ressourceneffizienz deutlich verbessert.

Globale Expansion: Um Antidumpingrisiken zu vermeiden und näher an den Kunden zu sein, beschleunigen chinesische TiO₂-Produzenten ihre Auslandspräsenz – ein Schritt, der sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.

Zhongyuan Shengbang glaubt, dass:

Die TiO₂-Industrie befindet sich im Wandel von „Quantität“ zu „Qualität“. Unternehmen verlagern ihren Fokus von der flächendeckenden Expansion hin zur Stärkung ihrer internen Kapazitäten. Der Wettbewerb der Zukunft wird sich nicht mehr um Produktionskapazitäten drehen, sondern um die Kontrolle der Lieferkette, technologische Innovationen und globale Koordination.

Restrukturierungskraft im Abschwung

Obwohl sich die TiO₂-Industrie weiterhin in einer Anpassungsphase befindet, zeichnen sich Anzeichen eines Strukturwandels ab – von den kollektiven Preiserhöhungen im August bis hin zur zunehmenden Welle von Fusionen und Übernahmen. Durch technologische Modernisierungen, die Integration der industriellen Wertschöpfungskette und die globale Expansion verbessern die großen Hersteller nicht nur ihre Rentabilität, sondern legen auch den Grundstein für den nächsten Aufschwung.

Im Tiefpunkt des Zyklus wird Stärke aufgebaut; inmitten der Umstrukturierungswelle werden neue Werte entdeckt.

Dies könnte den wahren Wendepunkt der Titandioxidindustrie markieren.

In der Krise Stärke gewinnen, inmitten der industriellen Umstrukturierung nach neuen Werten suchen


Veröffentlichungsdatum: 21. Oktober 2025